Nachdem ich keine Lust mehr hatte, in der Dunkelkammer Negativ immer gegen die Deckenlampe halten zu müssen, um das Motiv zu erkennen, musste ein Leuchtpult her. Da es aber in meiner DuKa eher beengt zugeht, wollte ein Pult haben, das sich ähnlich wie eine Schublade bei Bedarf unter der Arbeitsplatte hervorziehen lässt. Außerdem sollte das Leuchtpult transportabel sein, um auch außerhalb der Dunkelkammer Dias und Negative betrachten zu können. Nachdem das Pult auch noch eine möglichst große Leuchtfläche haben und dennoch möglichst flach sein sollte, kam eigentlich nur noch der Eigenbau in Betracht.
Im folgenden möchte ich nun eben diesen Bau in Bildern schildern. Dabei soll das Nachfolgende weniger ein Bauplan zum exakten Nachbau sein, sondern eher ein Erlebnisbericht, der diverse Teillösungen zeigt, die eventuell den einen oder anderen Bastler inspirieren.
Die Grundlage für meine Konstruktion bildet eine Fichten-Leimholzplatte in der Größe 40 cm × 80 cm, die es so im Baumarkt fertig zu kaufen gab. An dieser Stelle ein Tip: Man sollte unbedingt die Rechtwinkligkeit einer solchen Platte selbst kontrollieren. Ich habe es nicht getan und habe nun ein leicht „schräges“ Leuchtpult in der Form eines nicht ganz rechtwinkligen Parallelogramms.
An dieser Grundplatte wurden ringsum Seitenwände aus 10 cm breiten Brettern befestigt, die „Arbeitsplatte“ bildet eine milchig weiße Plexiglasplatte, ebenfalls 40 cm × 80 cm groß. Ich wollte zuerst Milchglas verwenden, habe diesen Gedanken dann aber angesichts der Preise für dieses Material verworfen – eine Milchglasplatte gleicher Größe wäre rund dreimal teurer gewesen als das Plexiglas.
Für die Beleuchtung sorgen insgesamt vier Leuchtstoffröhren à 18 W. Um dennoch eine gute Farbwiedergabe zu ermöglichen, habe ich Leuchtstoffröhren mit der Lichtfarbe 954 gewählt. Diese bieten bei einer Farbtemperatur von 5.400 K einen Farbwiedergabestufe von 1A, also sehr gut. Zur Ansteuerung habe zwei elektronische Vorschaltgeräte in Duo-Ausführung verwendet, da diese einige Vorteile gegenüber konventionellen Vorschaltgeräten bieten: Die Leuchtstoffröhren zünden quasi sofort beim Einschalten und die Vorschaltgeräte sind leichter und benötigen weniger Energie, das heißt, sie werden im Betrieb auch weniger warm.
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